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Ideen für herausfordernde Zeiten

Neues Design aus Mailand, über 200 Gäste im fachlichen Austausch und kulinarisch tadellos wie immer: Das TrendForum von Leyendecker HolzLand in Trier ist ein Erfolg.

Bildnachweise: inplan-media

Jeder der geladenen Gäste, ob Kunden, Partner oder Freunde, die sich auf den Weg zum alljährlichen TrendForum von Leyendecker HolzLand machen, hat bestimmte Erwartungen. Und diese – so viel lässt sich vorab sagen – werden garantiert erfüllt. Da ist zum einen die herzliche Begrüßung von Gesellschafter Peter Leyendecker und Geschäftsführer Jörg Hausmann. Da sind die verlässlich wohltemperierten Getränke im überdachten Verladehof, die gut präsentierten Infostände der Industriepartner von Leyendecker und natürlich die kulinarischen Häppchen als Stärkung vor dem Impulsvortrag von Prof. Brigitte Steffen. Dieser ist an Verlässlichkeit nicht zu überbieten und findet in diesem Jahr zum zehnten Mal interessierte Zuhören im heimelig illuminierten Holzlager. Ganz Orange! In gewohntem Stakkato jagt die Ehefrau von Ex-Geschäftsführer Edwin Steffen, der diesmal krankheitsbedingt fehlt, durch ihren Vortrag, der sich – wie immer – aus ihren Eindrücken von der Designmesse „Salone del Mobile“ speist, der größten Einrichtungsmesse der Welt. Die Idee: Kompakt neue Trends aufzuzeigen, die die anwesenden Schreiner, Inneneinrichter oder Architekten inspirieren können. Das ist naturgemäß nicht einfach, weil in solch einem Fachpublikum Menschen mit den unterschiedlichsten Sichtweisen und Kundenwünschen sitzen. Aber es funktioniert, weil die kompetente Schnellrednerin natürlich die Kundschaft von Leyendecker HolzLand genau kennt – und immer wieder Verweise auf Kollektionen aus dem Angebotsportfolio von Leyendecker macht. Klug und hilfreich.

Die Schwärmereien von Brigitte Steffen sind ansteckend. Wenn sie etwa erzählt, dass Mailand brummt, die Messe summt. „Früher fuhr man einfach zum Salone, heute reicht das nicht. Mehr und mehr wird Mailand selbst zur Bühne für Events, Ausstellungen und Pop-up-Locations. Große Marken wie Flexform und Molteni sind gar nicht mehr auf der Messe vertreten, sondern zeigen ihre Neuheiten in eigenen Flagship-Stores.“ Mode- und Autofirmen, so ist zu erfahren, wetteifern um die spektakulärsten Installationen. Und nur in diesen Tagen hat man Zutritt zu privaten Palazzi, Gärten und anderen verborgenen Orten.

Vieles davon ist Instagram-Material der Extraklasse, meint Brigitte Steffen, wie es auf der Messe kein noch so aufwendig gestalteter Stand bieten könnte. Einerseits. Andererseits geht es bei Möbeln nicht nur ums Posten, sondern vor allem ums Wohnen. „Das heißt: Probesitzen, Testen, Befühlen, Funktionieren und natürlich Fotografieren. Es sind zwei Formen des Erlebens.“ Gut, dass man beide haben kann.

Wie immer sind beim TrendForum von Leyendecker HolzLand die Saarländer gut vertreten. Allein zwei Vorstandsmitglieder des Wirtschaftsverbandes Holz und Kunststoff Saar zeigen bei der vielleicht schönsten und lockersten Veranstaltung des Jahres für Schreinereibesitzer Präsenz. Landeslehrlingswart Sven Hochmann und Verbandsvize Raphael Haas nutzen denn auch das Auditorium zum Austausch mit Kollegen und Fachgesprächen mit Vertretern der Industrie.

Auch dass die Familie Leyendecker diesmal gleich mit drei Generationen den Gästen ihre Aufwartung macht, kommt bei diesen gut an, ist es doch ein Zeichen von aufrichtiger Wertschätzung für die Kunden, mit denen man doch Jahr für Jahr verlässlich gute Geschäfte macht. Diese laufen – dem Vernehmen nach – nicht mehr ganz so geschmiert, wie zu Zeiten, als Corona die Welt verändert hat. Aber immer noch gut.

Zurück zum Vortrag, der sich im Verhältnis zur Ankündigung zeitlich verdoppelt hat. Weil, ja weil es in Mailand so viel zu entdecken gab. Auch die Erkenntnis, dass es in Mailand diesmal nicht ganz so farbenfroh zugegangen ist, will schließlich erläutert werden. „Die Weltlage ist schwierig, da macht man es sich gern zu Hause gemütlich.“ Gerne auch mal in variierenden Beige-Tönen. Deshalb trägt der Vortrag auch den Titel „Ideen für herausfordernde Zeiten“.

Eine dieser Ideen kommt von Modeikone Jil Sander, die mit der Kollektion „JS. Thonet“ Bauhausmöbel für den deutschen Hersteller Thonet neu interpretiert. Genauer: den Freischwinger „S 64“ von Marcel Breuer und die Beistelltische „B 97“. Was für eine naheliegende Idee! Eigentlich erstaunlich, dass sich die Modedesignerin erst jetzt dem Bauhaus zugewendet hat, obwohl diese beiden Institutionen der Gestaltung doch so viel verbindet.

Manch ein Schreiner im Auditorium wird sich an der ein oder anderen Stelle an diesem Abend fragen: „Was hat das alles mit mir und meinem Geschäft zu tun?“ Die Antwort: vielleicht, sehr viel. Denn Kooperationen der ungewöhnlichsten Art können mitunter reiche Früchte tragen. Das Denken in neuen Kategorien, der Blick über den Tellerrand und der Horizont erweiternde Blick ins Tun anderer Gewerke ist der eigentliche Mehrwert von einem Abend wie diesem.

Dessen Erfinder, Edwin Steffen, ist übrigens live via Handy aus dem Krankenhaus zugeschaltet, ist er nach einem Fahrradunfall doch noch ans Bett gefesselt. Gute Besserung! Von seiner Ehefrau erfahren wir viel über Trends und Gegentrends, staunen über Designlösungen für Homeoffice und den Einsatz von kunstvoll gebogenem Holz bei Designlösungen für Wohnzimmer und Bad. Auch über sich bewegende Lamellen, organische Badewannen (haben ergonomisch enge Grenzen), aneinandergenähte Teesiebe als Hingucker und die spektakuläre Wiederkehr von Glas im Möbelbau. Es wird uns verraten, dass das „Umweltthema in allen Köpfen“ ist, der 3D-Druck massiv Einzug in die Gestaltung hält und in Mailand „wandernde Knoblauchzwiebeln“ gesichtet wurden. Auch, dass „Gelb absolut im Kommen“ ist, bleibt nicht unerwähnt – was den interessierten Zeitgenossen gleich an den leuchtenden Hosenanzug von Saskia Esken bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags der neuen Bundesregierung erinnert. Aber das nur am Rande. Schreiten wir zum zweiten Höhepunkt des Abends: das kalt-warme Büffet, das (mal wieder) keine Wünsche offenlässt und die Fach- und Smalltalk-Gespräche aufs Neue beflügelt. Ein schöner Abend – in all seinen Facetten…

Mehr Infos: www.leyendecker.de